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Umfangreicher Schutz per App: Wie hilfreich sind Passwort-Apps?

  • M. Distel
Aktualisiert:
Umfangreicher Schutz per App: Wie hilfreich sind Passwort-Apps?

Durch die fortschreitende Digitalisierung wickeln Menschen alltägliche Angelegenheiten zunehmend online ab. Shopping, Banking, Streaming: Der Genuss der Online-Angebote bedarf jedoch einen eigenen Account und guten Schutz durch ein sicheres Passwort. Doch ein effizientes Kennwort bedarf Kreativität und setzt eine gute Merkfähigkeit beim User voraus. Passwort-Apps helfen, den Überblick zu bewahren.

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Kommunikation über soziale Medien, Lieferung von Essensboxen oder Homeoffice: Ein Leben ohne digitale Angebote und Hilfsmittel ist heutzutage kaum vorstellbar. Das Resultat sind zahlreiche Apps, Dienstleister und Unternehmen, bei denen sich User ein eigenes Profil erstellen müssen, um das Angebot in vollem Umfang zu nutzen. Je mehr Accounts hinzukommen, desto schwieriger wird es, ein geeignetes Passwort zu finden. Wie Datensicherheit.de bestätigt, gehören Passwörter jedoch zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen.

Ständig neue Passwörter ausdenken? Ist das wirklich notwendig? Ja – und zwar mehr denn je! Wer sich auf ein Passwort verlässt und für all seine Accounts verwendet, läuft Gefahr zur Zielscheibe von Hackern zu werden. Sensible Daten oder persönliche Informationen sind bei einem Cyberdiebstahl stark gefährdet. Komplexe Kombinationen aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen sind gefragt! Die Realität sieht jedoch anders aus: Wie ExpressVPN auf seinem Blog in einer Analyse herausfand, gehören Passwörter wie „12345“ oder „iloveyou“ zu den meistgenutzten Optionen weltweit. Ein erschreckendes Resultat, an dem sich User besser kein Beispiel nehmen sollten.

Sicher und individuell?

Der Glaube, auf der sicheren Seite zu sein und nie in den Fokus von Hackern zu geraten, lässt viele User leichtsinnig werden. Ein Passwort, zahlreiche Accounts! Doch gerade dieses Verhalten macht es Cyberkriminellen leicht, sich Zugang zu E-Mail-Postfächern oder Social Media-Accounts zu verschaffen. Besser beraten sind diejenigen, die sich für wahllos erscheinende Aneinanderreihung von Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen entscheiden.

Jeder, der bereits solche Passwörter nutzt, weiß, wie kompliziert die Erstellung und Verwaltung davon sein kann. Durch Apps kann dieses Problem in den Griff bekommen werden. Die Rede ist von Passwortmanagern, die Kennwörter generieren und sie so hinterlegen, dass sie nur über ein entsprechendes Master-Passwort einsehbar sind.

Kleine Helfer, große Wirkung

Der beliebteste Passwortmanager ist 1Password von AgileBits. Neben einer hohen Sicherheit überzeugen die intuitive Bedienbarkeit und die Möglichkeit Passwörter mit anderen Personen im Familientarif zu teilen. Ähnlich sicher ist die App Enpass Individual, bei dem hohe Sicherheitsstandards in der Programmierung für gespeicherte Kennwörter garantiert werden. Die zusätzliche Möglichkeit der Synchronisation aller Endgeräte über die Cloud machen sie besonders attraktiv.

Wer sich eine besonders günstige Version wünscht, wird bei Bitwarden Premium fündig. Während andere Apps in der kostenpflichtigen Version jährlich zwischen 20 Euro und 30 Euro verlangen, zahlen Nutzer von Bitwarden Premium lediglich 9 Euro für einen umfangreichen Service. Die Synchronisationsoptionen überzeugen und können im Vergleich mit anderen Möglichkeiten – trotz deutlich geringerer Kosten – mithalten. Dafür gibt es aber Abzüge bezüglich der Sicherheit, da auch einfache Master-Passwörter genutzt werden können. Auch die Auto-Fill-Funktion zeigt sich mit stetigen Bugs, wie Netzwelt im eigenen Test zeigte. Hier wäre eine Vorgabe für ein starkes Passwort wünschenswerter gewesen.

Für welches Modell sich Nutzer entscheiden, um ihre Accounts zu sichern, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist bei allen Variationen jedoch, dass sich das Master-Passwort gemerkt werden muss. Wird es vergessen oder ist es entfallen, ist die Zugangsfreigabe über den Support deutlich komplexer als gewohnt.

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