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News | August 2004
23.08.2004
Theoretisch kann jeder eine eigene Phishing-Attacke starten. Die dafür nötigen Werkzeuge stehen im Internet zum kostenlosen Download bereit.
Die Zahl der Phishing-Mails wird in nächster Zeit wohl noch weiter ansteigen: Durch Do-it-yourself-Kits, ähnlich den Homepage-Baukästen, kann jeder zum Betrüger werden. Sie beinhalten Grafiken, Web-Codes und Texte, so dass der Kunde nur noch eine Domain braucht und gleich loslegen kann. Abgerundet wird das Ganze durch eine Spam-Software, die dem zukünftigen Kriminellen die Möglichkeit gibt seine Opfer zu ködern. Gefunden wurden diese Tools durch Mitarbeiter des IT-Sicherheitsunternehmens Sophos.
Phishing-Attacken seien bisher fast ausschließlich durch kriminelle Banden ausgeführt worden. Jetzt könne auch ein Amateur zuschlagen. Das Problem sei, dass man mit dieser Art des Internetbetrugs viel Geld verdienen könne, eine Zunahme dieser Bedrohung könne man nur schwer verhindern. Zu diesem Ergebnis kommt Pino von Kienlin, Managing Direktor bei Sophos. Er rät: Verdächtige eMails, die vorgeben von der eigenen Bank zu sein, sollten einfach gelöscht werden. Web-Hoster und ISP können ebenfalls einen Beitrag im Kampf gegen Phisher leisten, indem sie Webseiten auf ihren Servern schließen, falls sie solche Download-Angebote beinhalten. Grundsätzlich gelte das Vorsichtigkeitsgebot bei eMails und die Nutzung von Antispam-Software sei empfehlenswert.
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