Technologie und Management strategisch verbinden

Ingenieure machen sich für Führungspositionen noch interessanter, wenn sie auch umfassende Management-Kompetenzen mitbringen. Diese können sie beispielsweise durch einen staatlich anerkannten Master of Business Administration (MBA) mit dem Fokus auf Digitalisierung und Industrie 4.0 erhalten.

Es ist ein bereits bekanntes Leid: In Deutschland fehlt es an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Das bedeutet, dass diese Akademiker sich fast aussuchen können, in welchem Unternehmen sie anheuern. Ob Bauwirtschaft, Automobilindustrie, Maschinenbau, IT/Telekommunikation oder auch Beratung: Ingenieure ganz verschiedener Fachrichtungen werden in großer Zahl benötigt – und ihnen steht eine attraktive berufliche Zukunft mit guten Gehaltsaussichten bevor. Nicht selten übernehmen Ingenieure auch Geschäftsführerpositionen oder besetzen Vorstandsposten.

In Zahlen: Das Einstiegsgehalt bewegt sich bei 48.500 Euro. Nach der Einkommensstudie für Ingenieure des VDI Verlags lagen die Bruttojahresgehälter der Untersuchungsteilnehmer insgesamt (Berufseinsteiger und Ingenieure mit Berufserfahrung) im Median bei 61.100 Euro (+ 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Zu den Gehaltsprofiteuren im Jahr 2019 gehörten insbesondere die Ingenieure in der Chemie- und Pharmaindustrie. Bei mehr als zwei Jahren Berufserfahrung verdienten Engineers 79.115 Euro brutto. Berufsanfänger erhielten im Durchschnitt 56.950 Euro. Insgesamt verdienten berufserfahrene Ingenieure durch alle Branchen hinweg 64.800 Euro. Das meldet die Plattform ingenieur.de.

Noch interessanter machen sich Ingenieure für den Arbeitsmarkt (ob auf Führungsebene oder als Unternehmer), wenn sie auch umfassende Management-Kompetenzen mitbringen und dadurch weit über ihre technisch-naturwissenschaftlichen Fertigkeiten hinaus eingesetzt werden können. Diese Kombination verspricht einen Arbeitsplatz mit hohem Entwicklungspotenzial. Gerade vor dem Hintergrund der rasanten digitalen Transformation, der Verschmelzung der physischen und virtuellen Welt in cyber-physischen Systemen und dem Paradigmenwechsel in der industriellen Wertschöpfung, kommt es zu neuen Herausforderungen im Management – auch für Ingenieure. Unter anderem kommt dies bei der Weiterentwicklung von Industrie 4.0- und Big Data-Prozessen zum Tragen, also ganz wesentliche Bereiche der Wirtschaft der Zukunft. 

Hierbei ist besonders die Leitung und professionellen Begleitung von Projekten im Rahmen von Veränderungsprozessen, die den digitalen Wandel in den nächsten Jahren ausmachen werden, entscheidend. Können Ingenieure und Naturwissenschaftler diesen Herausforderungen durch akademische Fähigkeiten begegnen, qualifizieren sie sich natürlich für exponierte Management-Positionen – sie verbinden herausragende technische Kompetenzen mit Fähigkeiten in Projektmanagement, Mitarbeiterführung und strategischer Planung und Entwicklung.

Die Frage ist, wie Ingenieure diese Zusatzqualifikationen sinnvoll erwerben. Ihre Jobs sind in der Regel anspruchsvoll genug, für ein weiteres Vollzeitstudium bleibt keine Zeit, und irgendwelche Programme ohne wissenschaftlichen Anspruch lohnen sich erst recht nicht. Daher rückt der Master of Business Administration (MBA) im Fernstudium immer mehr in den Fokus berufstätiger Ingenieure. Wichtig ist dabei, einen staatlich anerkannten Studiengang auszuwählen, der berufsbegleitend oder im Fernstudium angeboten wird und national und international anerkannt ist. 

Gerade mit dem Studienschwerpunkt Engineering Management erhalten Ingenieure eine Managementausbildung auf der Masterstufe im Kontext der aktuellen und künftigen Herausforderungen – etwa dem „Internet of Things“ als Gestaltungsaufgabe zur Verbindung realer Dinge mit virtuellen Dingen und Menschen. In den Kernmodulen des MBA-Studiums werden betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, Führungsorientierung und Ergebniswirkung gelehrt und betriebs- und volkswirtschaftliche Fragen im internationalen Kontext diskutiert. Im Studienschwerpunkt Engineering Management erlangen Studierende in den Schwerpunktfächern wie Innovationsmanagement, Data Science Management (Big Data) und Industrielles Informationsmanagement (Industrie 4.0) hochwertiges Experten- und Praxiswissen im Sinne eines ganzheitlichen technologischen Managements und der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Daraus resultieren weitreichende Qualifikationen für Tätigkeiten in der Führung und Beratung von Projekten, der Entwicklung neuer Geschäftsfelder und der Leitung ganzer Geschäftseinheiten.

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