26.11.2003 - Seriöse Newsletter-Versender haben es aktuell schwer: Die massenhaft verschickten Spam-Mails mit unerwünschter Werbung verstopfen viele Kanäle.

Seriöse Newsletter-Versender haben es aktuell schwer: Die massenhaft verschickten Spam-Mails mit unerwünschter Werbung verstopfen viele Kanäle.

Auch wenn die so genannte "Permission", die Einwilligung zum Bezug, vorliegt und der Nutzer den Newsletter selbst angefordert hat, erreichen diese eMails ihre Empfänger häufig nicht. „Trotz Permission landen 10 Prozent aller Serien-eMails in Spamfiltern“, schätzt Dr. Torsten Schwarz. Er stellt fest, dass im eskalierenden Kampf gegen Spam die Provider "ihre Schotten dicht machen". Nur spezielle Software werde den Anforderungen der Spam-Filter gerecht, eine Anforderungscheckliste können unter als PDF heruntergeladen werden.

Immer öfter beschweren sich Abonnenten über vermeintlich unangeforderte eMail-Werbung. Dann müsse der Versender nachweisen, dass sich der Nutzer selbst eingetragen hat, betont Schwarz. Wichtig bei der Adressgenerierung sei deshalb das Protokollieren des Einverständnisses, Tag der Anmeldung und der IP-Adresse. Auch das Löschen aus dem Verteiler durch den Empfänger selbst oder der Eintrag in eine Blacklist durch den Marketingmitarbeiter bei massiver Beschwerde eines Newsletterempfängers sei unabdingbar.

Auf der diesjährigen CRM-Expo in Köln wurden in einem öffentlichen Test verschiedene Versandsysteme geprüft. Dabei überzeugten insbesondere die Unternehmen Xpedite, ATD und Emarsys. Xpedite setzte sich mit einem knappen Vorsprung gegen die Konkurrenz durch und überzeugte bei der Adresseingabe sowie bei der Erstellung und Versand des Mailings. Der Eintrag in eine Blackliste, auch Robinson-Liste genannt, ist für die nächste Version, Ende November, angekündigt. Dicht gefolgt wird Xpedite von ATD. Die Software überzeugte bei der Adresseingabe und der Integration der Robinsonliste. Bei der Bestellung eines Newsletters wird automatisch auch die IP-Adresse und das Datum protokolliert. Obwohl der Anbieter emarsys nur zwei Aufgaben löste, konnte er sich überraschend auf den dritten Platz durchsetzen. Mit der Adresseingabe und der Erstellung eines Mailings überzeugte er die Jury.

 


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