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Künstliche Intelligenz als Übersetzer – ist das schon möglich?

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Das Thema KI ist in aller Munde, spätestens durch ChatGPT ist es salonfähig geworden. Aber was kann künstliche Intelligenz und woran scheitert sie noch? Den einzelnen Satz für die Geburtstagskarte ausländischer Geschäftspartner übersetzt ChatGPT ganz nebenbei und in Sekundenschnelle. Wie sieht es aber bei professionellen Transkriptionen aus? Ist KI bereits fähig, medizinische Dokumente und andere wichtige Unterlagen ohne Einbußen zu übersetzen?

KI hat bereits Einzug in die Welt der Transkriptionen gehalten
Die Wahl zwischen professionellem Transkriptionsservice und KI-Tool ist gar nicht so einfach, denn es gibt kein „entweder-oder“ mehr. Die meisten Services arbeiten mit KI, lassen künstliche Intelligenz aber nicht die alleinige Arbeit machen. Das ist sinnvoll, denn die Ergebnisse sind bislang höchstens 75 bis 80 % korrekt, die KI ist nach wie vor fehleranfällig.

Wird allein durch KI übersetzt, ist Nachbearbeitungsbedarf vorhanden. Das zeigt sich in umgekehrter Betrachtung daran, dass ChatGPT beispielsweise nicht in der Lage ist, Texte vollständig auf Fehler zu korrigieren. Wenn die KI nun also nicht fähig ist, Fehler in fremden Texten zu ermitteln, wie soll sie dann selbst fehlerfrei transkribieren?

Warum die Transkription mit KI so verführerisch scheint
Die Einsatzbereiche von KI sind vielfältig, bei Aufgaben wie Texterstellung oder Übersetzung hat die künstliche Intelligenz aber eine hohe Fehlerquote. Verführerisch erscheint es trotzdem, wenn Aufgaben wie die Übersetzung an eine Maschine weitergegeben werden. Viele Tools sind in der Lage, 20 Sprachen und mehr zu übersetzen, das spart Zeit im Vergleich zur Nutzung professioneller Services. Hinzu kommt, dass der Durchschnittspreis von 0,16 Euro/Minute das Budget für Unternehmer und Privatpersonen schont. Damit ist allerdings nur die nackte Übersetzung abgedeckt und das wird in der Praxis zum Problem.

Die Schwächen von KI bei Übersetzungen sind deutlich
Professionelle Übersetzungen punkten mit einer 100 %-igen Genauigkeitsquote. Das ist insbesondere im Medizinwesen, bei Interviews, wissenschaftlichen Texten, aber auch Uniarbeiten unverzichtbar. Die KI liefert eine Genauigkeit von ca. 80 %, Schwankungen zwischen 75 und 85 % sind normal. Liegt die Basisübersetzung vor, wurde sie weder lektoriert noch kontrolliert. Anpassungen und Verbesserungen müssen mit neuen Prompts bei der KI beauftragt werden, viele Unternehmen bieten solche Services aber gar nicht an.

Wenn es um Individualität geht, scheitert die KI auf voller Linie. Sie erkennt (siehe Beispiel der Fehlerprüfung oben) keine formellen Fehler (oder nur selten), kann Dialekte nicht optimal verarbeiten und bringt auch Versprecher „wie gesagt“ zu Papier. Verhaspelt sich der Interviewpartner, wird dieser Ausrutscher später im Text zu finden sein.

Eine Frage des Budgets für viele Nutzer
Für Massenübersetzungen mit geringen Qualitätsansprüchen ist künstliche Intelligenz bereits ausgereift genug. Geht es um professionelle Transkriptionen mit hohem Qualitätsbedarf, sind weder Korrektheit noch Preis überzeugend. Die meisten KI-Tools kosten wiederkehrend, eine Abrechnung per Minute kommt noch on Top. Allein der Grundpreis ist für private Nutzer und Kleinunternehmen außerhalb des Budgets,  insbesondere bei nur gelegentlichem Nutzungsbedarf. Hier macht es mehr Sinn, einen Profi-Service zu nutzen und ihn dann nach gesprochenen Worten zu bezahlen. Zwar sind die Kosten im Vergleich zum KI-Tool pro Minute teurer, dafür entfallen aber Aufwand für eigenhändige Korrekturen, Kosten für den Grundpreis und hohe Fehlerquote.

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