Studie: KI & ChatGPT in der Arbeitswelt. Mehr Produktivität?

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Eine aktuelle Studie von Wirtschaftswissenschaftlern der US-amerikanischen Universitäten Harvard und Stanford zeigt, dass der OpenAI ChatGPT die Produktivität von Berufstätigen bei alltäglichen Schreibaufgaben erheblich steigern kann. In der Studie wurde den Teilnehmern nach dem Zufallsprinzip realistische Arbeitssimulationen mit oder ohne Zugang zu ChatGPT zugewiesen. Diejenigen, die Zugang zu dem KI-Tool hatten, erledigten die Aufgaben 40 Prozent schneller und produzierten dabei gleichzeitig 18 Prozent hochwertigere Ergebnisse.

In der Studie der Wirtschaftswissenschaftler Shoji Noy von der Harvard University und Zixuan Zhang von der Stanford University wurden mehr als 450 Fachleute mit Hochschulausbildung mit realistischen Schreibaufgaben betraut, die ihrer tatsächlichen Arbeit ähnelten. Zu den Teilnehmern gehörten Marketingfachleute, Berater, Datenanalysten und andere Berufsgruppen, die regelmäßig schriftliche Dokumente erstellen.

Die Studie ergab, dass die Teilnehmer, die ChatGPT verwenden sollten produktiver und effizienter waren und mehr Spaß an den Aufgaben hatten. Dazu profitierten Teilnehmer mit schwächeren Fähigkeiten  am meisten von ChatGPT. Der Chatbot könnte also die Unterschiede zwischen höher und niedriger qualifizierten Fachkräften verringern. Eine weitere Erkenntnis: Teilnehmer, die bei ihrer ersten Schreibaufgabe schlechtere Ergebnisse erzielten, verbesserten sich stärker, wenn sie bei ihrer zweiten Aufgabe Zugang zu ChatGPT erhielten, als die Kontrollgruppe.

Nach Meinung der beiden Autoren deuten die Ergebnisse darauf hin, dass KI-Tools wie ChatGPT menschliche Fachkräfte eher ergänzen als ersetzen. Sie weisen jedoch darauf hin, dass ihr kurzes Experiment nur eine begrenzte Anzahl von Berufen und Anreizstrukturen untersucht hat. Ihr Experiment deutet darauf hin, dass fortschrittliche KI-Tools tiefgreifende Auswirkungen auf Unternehmen und Arbeitsmärkte haben werden, die schwer vorherzusagen sind.

Methodik der Studie: Bei der Studie handelte es sich um eine randomisierte kontrollierte Studie. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, ob sie Zugang zu ChatGPT hatten oder nicht. Die Schreibaufgaben wurden auf der Grundlage tatsächlicher beruflicher Tätigkeiten wie dem Schreiben von Berichten, Pressemitteilungen, E-Mails usw. konzipiert. Die Teilnehmer bewerteten die Aufgaben als realistisch. Die Qualität der Ergebnisse wurde von erfahrenen Fachleuten bewertet, die nicht wussten, unter welchen Bedingungen der Versuch durchgeführt wurde. Die Teilnehmer erhielten Anreize für qualitativ hochwertige Arbeit. Die Teilnehmer erhielten Anreize in Form von Bonuszahlungen, die sich nach der Qualität ihrer schriftlichen Arbeit richteten, die von Experten beurteilt wurde, die die Studienbedingungen nicht kannten. Im Durchschnitt verdienten die Teilnehmer 17 Dollar pro Stunde.

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