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eCommerce: Auf Internationalisierung setzen sonst ist bald Schluss

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Noch immer ist der E-Commerce ein steiniges Feld für zahlreiche Einzelhändler. Wenn die Notwendigkeit eines Webshops bekannt ist, scheuen sich viele Unternehmen vor dem Schritt zu der Internationalisierung. "Im Handel wird immer noch zu eng gedacht: Es fehlt das Bewusstsein, wie schnell im Internetzeitalter Marken auf- und absteigen können", sagt Olesja Becker. Die Unternehmerin hat vor Jahren bereits damit begonnen, attraktive Auslandsmärkte für deutsche Webshops mit einem abgestimmten Fulfillment-Konzept zu erschließen. Nötig ist dazu lediglich ein Transfer der Produkt- und Preisinformationen in das Shopsystem von ShippingPoint. Alleine der Markt in Osteuropa - Russland, das Baltikum, die Ukraine und andere Staaten, bietet das Potential von 200 Millionen Verbrauchern. "Statt sich dieser Herausforderung zu stellen, thematisieren manche Verantwortliche im Rahmen des Handelskongresses den E-Commerce immer noch als Wettbewerb zur Fläche", warnt Olesja Becker.

Internet kennt keine Grenzen

Vielfach scheuen sich Einzelhändler vor allem vor Nicht-EU-Märkten - obwohl die Vorteile dort geschäftsrelevant sein können. So ist für Verbraucher in Russland der Einkauf vieler Produkte im Ausland bis zu einem Gesamtwert von 1.000 Euro zoll- und steuerfrei - entsprechend ist das Interesse an Waren wie Textilien und Luxusgütern aus Deutschland groß. Als Fulfillment-Dienstleister übernimmt ShippingPoint die Zollabwicklung, und Verträge mit lokalen Postdiensten gewährleisten die sichere Zustellung. Auf Wunsch kann auch ein lokales Lager in Russland genutzt werden, um Overnight liefern zu können. "Das Internet kennt keine Landesgrenzen. Diese Chance sollte sich kein Händler entgehen lassen", sagt ShippingPoint-Gründerin Becker. Selbst große deutsche Textildiscounter und Designershops nutzen ihren Service, um das Produktangebot zu lokalisieren und weltweit verfügbar zu machen.

E-Commerce-as-a-Service

Was als Shipping-as-a-Service begonnen hat, steht mittlerweile auf größeren Beinen. Das Transaktionsvolumen hat in den vergangenen Monaten noch einmal im zweistelligen Prozentbereich zugenommen. Darüber hinaus können die Einzelhändler entscheiden, ob sie innerhalb eines Marktplatzes vertreten sein wollen oder einen eigenen Webshop vor Ort bekommen. "Letztlich haben wir aus einem Dienst, der nur eine logistische Leistung umfasst, echten E-Commerce-as-a-Service gemacht. Wir setzen eine maximale Richtzeit von vier Wochen an, ehe die ersten Umsätze für unsere Kunden fließen", erklärt Olseja Becker. Im Fall von Osteuropa stehen 9 Länder mit 200 Millionen Menschen in weniger als 30 Tagen als Absatzmarkt offen. Eine internationale Chance: "Wer nicht internationalisiert, riskiert seine Existenz", so Becker.

Die ShippingPoint GmbH (www.shippingpoint.de) mit Sitz in Stuttgart betreibt internationale Handelsplattformen, hauptsächlich in Nicht-EU-Ländern. Damit wird für Kunden außerhalb der EU ein Tax-Free-Einkauf bei EU-Herstellern und Händlern ermöglicht. Neben der landesspezifischen Vermarktung des Gesamtangebots und der lokalisierten Darstellung des Sortiments übernimmt ShippingPoint für die europäischen Hersteller und Händler den kompletten administrativen Aufwand des grenzüberschreitenden Handels: Alle notwendigen Prozessschritte und Dokumentationen werden durch ShippingPoint übernommen. Das Unternehmen wurde 2016 gegründet und erhielt Anfang 2017 eine erste Finanzierung durch mehrere Business Angels (u.a. Mahr Innova, D.A.D. Holding, Quintus Holding).

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