Mobile Payment-Verfahren im Vergleich

Heute werden eine ganze Reihe von Payment-Verfahren angeboten, deren Leistungsfähigkeit für Anbieter digitaler Waren und Dienstleistungen kaum richtig einzuschätzen ist. Mobilfunk- und Internet-Händler haben die Qual, aus einer Vielzahl unterschiedlicher Systeme das für sie Optimale zu wählen.

Lektionen aus dem Internet
Zum optimalen System gehören aus Händlersicht neben einer möglichst einfachen Integration ins Händlersystem, der schnellen, sicheren und kostengünstigen Abwicklung auch noch eine möglichst breite Akzeptanz beim Kunden. Doch spätestens an diesem Punkt beißt sich die Katze in den Schwanz, denn der Kunde ist nur bereit, sich bei einem Payment-Systembetreiber zu registrieren, der auch eine hohe Zahl von Akzeptanzstellen vorweisen kann, also Händler, die das gewählte Payment-System auch anbieten.

Die so entstandene Sackgasse wird im Internet zur Zeit dadurch langsam aufgeweicht, dass bestimmte attraktive Inhalte nur nach Bezahlung über einige wenige Verfahren, wie z.B. Net900 von In Medias Res oder Firstgate click&buy freigegeben werden. Da diese Inhalte sehr attraktiv und dabei noch relativ günstig sind, nimmt der Kunde den sanften Druck, nur eines der wenigen Zahlverfahren zu verwenden, in Kauf. Bei Kleinstbeträgen, so genannten Micropayments richtet sich der Kunde zur Zeit also nach dem Angebot der Händler. Allerdings muss er sich bei beiden Verfahren vorher registrieren lassen und bei Net900 noch Software auf seinem PC installieren.

Will sich der Kunde nicht registrieren lassen, so finden hierbei auch Payment-Verfahren für die gelegentliche Nutzung Anwendung, wie z.B. Infin Micropayments. Hierbei wählt der Kunde die für den gewünschten Inhalt angegebene 0190-Nummer und erhält dort eine Transaktionsnummer (TAN) angesagt. Diese TAN wird dann auf der entsprechenden Internetseite eingegeben, worauf hin dem Kunden der gewünschte digitale Inhalt übermittelt wird. Die Bezahlung erfolgt dabei über die Belastung der Telefonrechnung für das 0190-Gespräch.

Bei höheren Beträgen hat ganz klar die Nachfrageseite, also der Kunde die besseren Karten, dort wird meist der Kauf auf Rechnung gewünscht. Internet-Händler, die diese Form des Bezahlens nicht anbieten, haben zumindest in Deutschland mit deutlich geringerer Nachfrage zu rechnen.

Die meisten im Internet zur Verfügung stehenden Payment-Verfahren bieten nun auch schon mobile Varianten des Bezahlens an. Bei einigen von ihnen ist das Mobiltelefon sogar integraler Bestandteil des Payment-Verfahrens, wie z.B. bei Paybox, Payitmobile oder StreetCash. Alle angebotenen mobilen Payment-Verfahren verwenden unterschiedliche technologische Bausteine einzeln oder in Kombination. Je nach verwendeter Technologie ergeben sich damit deutliche Unterschiede bezüglich des Sicherheitsniveaus, im Handling für den Betreiber sowie in der Benutzerfreundlichkeit.

Paybox
Vorreiter mobiler Payment-Verfahren in Deutschland ist Paybox von der Paybox.net AG in Raunheim bei Frankfurt. Nach Herstellerangaben akzeptieren inzwischen schon ca. 4000 mobile Dienstleister, wie Taxis und Pizzadienste, sowie ca. 1000 Internetshops das Zahlverfahren. Zur Zeit führt das Unternehmen ca. 260.000 registrierte Nutzer; wie viele davon Paybox regelmäßig nutzen, ist allerdings nicht bekannt.

Beim Bezahlvorgang nutzt Paybox das Voice-Verfahren: Der Kunde teilt dem (Internet)-Händler oder Taxifahrer seine Mobilfunknummer mit. Möchte er seine Handynummer nicht weitergeben, so kann er eine feste anonyme Alias-Nummer (d.h. eine fiktive Handynummer…) von Paybox erhalten. Der Händler initiiert den Bezahlvorgang und übermittelt seine Paybox-Nummer und die Nummer des Kunden, sowie die Höhe des zu zahlenden Betrages. Der Kunde wird dann von Paybox auf seinem Handy angerufen, ein Sprachcomputer nennt dem Kunden die Kenndaten der Zahlung und der Kunde bestätigt diese mit seiner vierstelligen persönlichen Paybox-PIN. Paybox zieht anschließend über das Lastschriftverfahren den bestätigten Betrag vom Bankkonto des Kunden ein, und überweist ihn auf das Konto des Händlers. Dazu müssen allerdings sowohl der Händler als auch der Kunde bei Paybox mit ihrer jeweiligen Bankverbindung registriert sein. Die Registrierung wird über die Paybox-Website mit Hilfe einer gesicherten SSL-Sitzung durchgeführt. Über das Mobilfunknetz bzw. das Internet werden beim Bezahlvorgang selbst keine sensiblen Daten (Bankverbindung etc.) übermittelt. Als zusätzlichen Service bietet Paybox seinen registrierten Kunden auch eine Überweisung direkt auf ein Bankkonto per Paybox an.

Hinter der marketingstarken Firma stehen starke Partner. Die Deutsche Bank hält 50 % und debitel 4,8 %, der Rest befindet sich in den Händen der Mitarbeiter und des Managements. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs erfolgt über die Deutsche Bank, das Paybox-Processing wird über das Lufthansa-Rechenzentrum der Lufthansa Systems durchgeführt.

An Kosten kommen auf den E-Shopper fünf Euro Jahresgebühr zu, welche zur Zeit im ersten Jahr erst einmal entfällt. Für den Händler ergibt sich eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von einigen hundert bis einigen Tausend Euro, eine monatliche Pauschalgebühr sowie eine Provision in Höhe von drei Prozent. Damit sind die Kosten für den Händler ähnlich hoch wie bei Kreditkartenzahlungen, allerdings noch ohne Übernahme einer Zahlungsgarantie durch Paybox selbst.

Als First Mover mit entsprechendem Marketingaufwand hat Paybox zumindest einen deutlichen Bekanntheitsvorsprung vor seinen Wettbewerbern und kann auf eine beachtliche Zahl von registrierten Kunden und Akzeptanzstellen verweisen. Ob dies allerdings für den langfristigen Erfolg ausreichend ist, hängt stark von der weiteren Marktdurchdringung und dem langen Atem der Investoren ab.

Erste skeptische Stimmen sind zumindest bei der Nutzung im Taxi zu hören, dort ist wohl ein Haupthemmnis die lange Zahlenfolge bei der Eingabe der Payboxnummer durch den Taxifahrer. Eine falsche Ziffer und das elektronische Zahlen beim Parken in zweiter Reihe wird zum Spießrutenlauf.

Derartige Hemmnisse dürfte andererseits der jugendliche SMS-Profi nicht kennen. Zudem treffen diese Probleme auch die meisten anderen Anbieter mobiler Payment-Verfahren. Doch lassen sich auch diese Schwierigkeiten durch smartere Anwendungen auf dem Mobiletelefon sehr elegant lösen. Bei der Erstellung benutzerfreundlicher Anwendungen werden die Möglichkeiten der schon im Markt befindlichen Endgeräte zum Frust der Nutzer bei weitem nicht ausreichend genutzt.

Payitmobile
Einer der Hauptwettbewerber, der von der Marktaufbereitung durch Paybox profitieren möchte, ist Payitmobile. An dem Unternehmen sind der Mobilfunkanbieter E-Plus, die Gesellschaft für Zahlungssystem (GZS) mit 33,33 %, die Materna und die Unternehmungsberatung Accenture beteiligt. Payitmobile bietet neben der Abwicklung über das Lastschriftverfahren auch die Bezahlung über Kreditkarte und EC-Karte an. Als spezielles Sicherheitsplus wird von Payitmobile eine Bonitätsabfrage des Kunden über die GZS herausgestellt. Anders als bei Paybox sind konkrete Zahlen der registrierten Kunden und Händler nicht veröffentlicht. Nach anfänglicher Euphorie zur CeBit 2001 ist es in letzter Zeit relativ still um Payitmobile geworden.

Das Bezahlverfahren ist dem, von Paybox verwendeten ziemlich ähnlich, an Stelle einer Bestätigung durch Voice wird SMS verwendet. Der Kunde erhält eine SMS mit Nennung der Zahlungsdaten und bestätigt diese durch Beantwortung der SMS mit Eingabe seiner PIN. Eine Zahlungsgarantie für den Händler gibt es auch hier nicht, der Händler erhält aber im Streitfall die Adressdaten des Kunden. Kauft der Kunde Waren, die physisch geliefert werden, so erhält der Händler auch in diesem Falle die Adresse des Kunden. Bei entsprechender Abstimmung zwischen Händlersystem und Payitmobile muss der Kunde in solchen Fällen seine Adressdaten nicht noch einmal beim Händler eingeben.

StreetCash
Ebenfalls auf SMS beruht das mobile Payment-Verfahren StreetCash der Leipziger Firma Inatec. Es ist in der Funktionsweise dem Verfahren von Payitmobile sehr ähnlich. StreetCash versucht aber eher die jüngere Generation als Klientel anzusprechen. Auch ist im Gegensatz zu Paybox und Payitmobile der Geschäftsschwerpunkt von Inatec nicht das Betreiben eines mobilen Payment-Verfahrens, sondern der Schwerpunkt des Unternehmens liegt in der Vermarktung und Integration seiner Multi-Payment-Hosting-Plattform powercash21, die eine komplette Outsourcing Lösung zur Abwicklung von mobilen und elektronischen Zahlungen für e-Business-Lösungsanbieter und Online-Händler ermöglicht. Dabei kann powercash21 eine Vielzahl von Bezahlverfahren integrieren. Inatec kooperiert dabei auch mit der GZS im Bereich der SET-Abwicklung über powercash21. Die Abrechnung von StreetCash erfolgt über Kreditkarte oder das Lastschriftverfahren. StreetCash ist somit eher die mobile Variante einer ganzen Palette von Bezahlverfahren einer Multi-Payment-Plattform, als eines allein tragenden Payment-Verfahren.

Mobiles Bezahlen als nur eine von mehreren elektronischen Varianten
Damit verfolgt Inatec einen ähnlichen Ansatz wie Brokat mit seiner Suite PaymentWoks Mobile, wie Atos-Origin mit der Produktfamilie Poseidon oder Trintech’s mWallet-Lösung auf Basis von PayWare mAccess. Diese Unternehmen, die als Lösungslieferanten für E-Banking und E-Payment-Systeme schon mit unterschiedlichen E-Payment-Modulen am Markt etabliert sind, sehen ihre Chance mehr in der Realisierung ihrer Lösungen in Kooperation mit starken Partnern, als im Betreiben nur eines einzelnen elektronischen Zahlungssystems.

Inatec ist mit der zukünftigen Abwicklung des mobilen Payments für die Mobilbank schon einen wichtigen Schritt vorangekommen. Brokat strebt eine breitere Positionierung im M-Commerce Markt an; als einer der wesentlichen Treiber mobiler PKI (Public-Key-Infrastruktur) innerhalb des mSign Konsortiums hat das Unternehmen inzwischen ein Patent auf die Verwendung von elektronischen Signaturen über mobile Endgeräte erhalten. Innerhalb seines Produktportfolios stellt die mobile Zahlungsweise nur eine, wenn auch wichtige Anwendung im M-Business und auch nur ein Payment-Verfahren unter einer Vielzahl von in Zukunft verfügbaren elektronischen Bezahlverfahren dar.

Telecash
Für den größten deutschen Betreiber elektronischen Zahlungsverkehres beim Händler vor Ort – am sogenannten Point of Sale (POS) – Telecash stellt die Abwicklung mobilen Payments die logische Erweiterung des Produktportfolios im Kerngeschäft dar. Daher verwunderte die Ankündigung zur CeBit 2001 nicht, ein eigenes mobiles Payment-Verfahren anzubieten. Allerdings wurde die Marktbearbeitung im mobilen Bereich seit diesem Zeitpunkt von Telecash nicht so vehement weiter betrieben wie erwartet. Der Status des Mobile-Payments bei Telecash ist deshalb im Moment nicht klar, es bleibt abzuwarten, ob und mit welchen Partnerschaften Telecash die Ankündigung auf der CeBit in der Breite umsetzen wird.

Anonym Bezahlen über die Prepaid-Karte
Altbewährte Zahlungsverfahrenslösungen ziehen hierzulande für das Internet und den Mobilfunk in neuem Gewande ein. Die Prepaid-Karte »paysafecard« dient als vorbezahlte Guthabenkarte sowohl für das feste, als auch das mobile Internet. Die Idee, im Festnetz über den Kauf einer vorbezahlten Wertkarte im Festnetz günstig vom Ausland aus in die Heimat zu telefonieren, ist in den USA schon relativ alt und beruht selbst wohl auf der Verwendung von Lebensmittelkarten in Krisenzeiten. Das generelle Prinzip »Wertcoupon gegen Geld« ist also schon recht bekannt und leicht verständlich. Umso verwunderlicher ist, dass die Übertragung des Wertkartenprinzips auf Einkäufe im Internet erst jetzt langsam Einzug in Deutschland hält. Denn gerade die Prepaid-GSM-Karte hat zu den hohen Nutzerzahlen des heutigen GSM-Mobilfunksystems in Deutschland geführt.

Die in Österreich schon recht bekannte »paysafecard« funktioniert dabei wie die amerikanischen Festnetzwertkarten: Auf der Rückseite der Karte befindet sich verdeckt ein 16-stelliger PIN-Code. Dieser wird freigerubbelt, falls gewünscht, mit einem zusätzlichen Passwort gesichert und auf der Seite der zu kaufenden Ware unter der Zahlungsoption »paysafecard« eingegeben. Das paysafecard-Guthaben der Wertkarte wird daraufhin um den entsprechenden Betrag reduziert und die Ware wird ausgeliefert. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass der Kunde beim Einkauf anonym bleiben kann und der Händler auch sicher sein Geld erhält. Der Kunde muss dieses allerdings erst einmal vorstrecken. Die »paysafecard« kann im stationären Handel, bei einigen Banken, Kiosken oder Tankstellen bezogen werden. Das stationäre Netz befindet sich aber noch im Aufbau und ist zur Zeit noch recht dünn gesät. Ein weiteres wesentlich größeres Hemmnis stellen aber die bei der »paysafecard« recht hohen Kosten dar. Bei dem Vertrieb über stationäre Partner wollen diese natürlich auch mit verdienen, was bei der »paysafecard« zu teilweise sehr hohen Aufschlägen führt.

Bei geringen Vertriebskosten und entsprechendem Ausbau der stationären Bezugsinfrastruktur, wie auch des elektronischen Händlernetzes wird sich aber ein Prepaidverfahren wegen seiner Anonymität in der Zukunft als eines der breit akzeptierten mobilen Verfahren etablieren. Denn es ist sowohl für Micropayments als auch für Macropayments geeignet – insbesondere im Bereich des Adult Entertainment. Zudem lässt es sich bei geschickter Ausgestaltung relativ kostengünstig mit Kundenbonussystemen für den stationären und für den elektronischen Handel kombinieren. Damit ließen sich auch die problematischen Vertriebskosten über den stationären Handel recht gut in den Griff bekommen.

Bezahlsysteme der Netzwerkbetreiber
Für die Mobilfunknetzbetreiber bietet sich mit der Einführung paketvermittelter Dienste, wie sie über GRPS und UMTS möglich sind, die Möglichkeit über entsprechende Verfahren nun auch selbst mobile Inhalte entsprechend ihrem jeweiligen Wert dem Kunden in Rechnung zu stellen. Dabei kann entweder über die Telefonrechnung monatlich, also Postpaid abgerechnet werden oder über vorbezahlte mobile Telefonwertkarten – also Prepaid-SIM-Karten. Aufgrund der starken Konzentration der Netzbetreiber auf den möglichst schnellen Aufbau der breitbandigen Netze in Deutschland, kann aber davon ausgegangen werden, dass die Realisierung komplexer kundengerechter Lösungen nicht ohne Partner mit entsprechendem Know-how umgesetzt werden kann. Die zu implementierenden Verfahren müssen möglichst kostengünstig, aber dabei ebenso einfach bedienbar, sicher und für den Kunden nachvollziehbar abgewickelt werden. Hohe Reklamationsraten aufgrund von noch nicht ausgereiften Schnellschüssen führen nicht nur zu hohen internen Nachbearbeitungskosten, sondern zu langfristigem Vertrauensverlust des Kunden in die Kompetenz des Netzbetreibers als Zahlungsverkehrspartner.

PayPal in Deutschland
Auch der Shooting Star innovativer US-amerikanischer Payment-Systeme PayPal hat nun auch den Sprung über den Teich geschafft. In den USA bietet PayPal für den Kunden einen klaren Zusatznutzen, denn in dem scheck-orientierten Finanzsystem hat es quasi die elektronische Überweisung auf Basis der E-Mail-Adresse fast zum Nulltarif eingeführt. Doch in Deutschland bietet nahezu jede Bank ihren Privatkunden die Möglichkeit der elektronischen Überweisung per Internet an, so dass dieser Mehrwert entfällt. Zudem ist PayPal in Deutschland nicht nur nicht mehr für den Kunden kostenfrei, sondern sogar noch relativ teuer, da über die Kreditkarte in US-Dollar zu den entsprechenden Auslands-Konditionen abgerechnet wird. Der Siegeszug von PayPal in den USA ist aber ein sehr schönes Beispiel für die erfolgreiche Einführung eines innovativen Paymentsystems, von dem Paybox schon zur Freude seiner Kunden gelernt hat.

Fazit
Als Ausblick für die Zukunft lassen sich die vorhandenen mobilen Payment-Verfahren aus jetziger Sicht nicht linear und vollständig nach den zu erwartenden Erfolgsaussichten ordnen. Doch hat sich das vor einigen Monaten noch recht unübersichtliche Feld deutlich gelichtet. Es ist zu erwarten, dass sich mehrere mobile Zahlverfahren dauerhaft etablieren werden. Nach dem Auftauchen noch einiger neuer Varianten unter Beteiligung von Netzbetreibern und Banken ist eine deutliche Konsolidierung zu erwarten. Als wichtige Betreiber werden auch die großen etablierten Kreditkartenorganisationen wie VISA und Mastercard aber auch Europay ein gewichtiges Wort mitreden, insbesondere, sobald deren Kreditkarten in Europa mit Chip (EMV) ausgerüstet werden.

Der Aspekt der Sicherheit wird auf Kundenseite immer wieder als eine der wichtigsten Anforderungen an ein Zahlungssystem genannt, doch scheiterten die meisten der bisher erfolglosen elektronischen Bezahlsysteme nicht aufgrund mangelnder Sicherheit, sondern aufgrund mangelnden Kundennutzens. Nicht optimale technische (Rest-) Sicherheit lässt sich (zumindest für eine gewisse Zeit) durch entsprechende Risikoübernahme ausgleichen – weg vom Kunden, hin zum Betreiber bzw. seinen Partnern. Das Hauptaugenmerk für die Schaffung eines zugkräftigen mobilen Payment-Verfahrens sollte somit auf einem möglichst hohen Kundennutzen und einer optimalen Benutzerfreundlichkeit liegen.

Attraktive mobile Payment-Verfahren sind zentrale Angelpunkte für den Erfolg des Mobile Commerce. Mobile Media in der Breite wird dadurch erst finanzierbar und somit ökonomisch machbar.

Dieser Auszug stammt aus dem Beitrag „Payment – Sicherheit und Zahlung per
Handy“ von Nils Diezmann und erschien in „Report Mobile Business“ von Symposion Publishing. 

Dieser Artikel erschien am und wurde am aktualisiert.
Nach oben scrollen