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Fünf Fehler, die man beim Mobile Payment vermeiden sollte

  • Souheil Badran
Aktualisiert:

Das Geschäftsfeld „Mobile Payment" hat sich stark verändert.
Von leistungsstärkeren Mobiltelefonen erwarten sowohl Händler als auch Kunden
mehr Funktionalität und erhöhte Flexibilität. Sie wollen praktisch überall über
ihr mobiles Endgeräte bezahlen können. Die Chancen der M-Payment-Industrie sind
derzeit ungeheuer groß. Nach Daten von Payment Eye, könnte die Zunahme von
Smartphones bis 2015 zu einer Billion mobiler Bezahlvorgänge weltweit führen.
Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Anbieter mobiler Bezahldienste
schleunigst um Lösungen bemühen sollten, die den Bezahlprozess vereinfachen und
Handelsunternehmen befähigen, zusätzliche Zahlungswege für Güter und
Dienstleistungen zu etablieren.

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In ihrer Eile, immer neue Produkte auf den Markt zu
bringen, vergessen die Anbieter von
Mobile-Payment-Lösungen jedoch oft, worauf es bei der Abwicklung von
Transaktionen über mobile Endgeräte ankommt. So verkomplizieren sie Technologie
und Prozesse derart, dass jeder Wert für Kunden oder Händler verloren geht.

Es folgen fünf Fehler, die Anbieter bei der Entwicklung und Vermarktung
von mobilen Bezahlsystemen meiner Meinung nach unbedingt vermeiden sollten:

1. Nicht unvorbereitet ins kalte Wasser
springen

Sichere Bezahlprozesse und Mobiltechnologie erfordern
detailliertes Verständnis, um zu guten Lösungen zu kommen. Zu viele Anbieter von
Bezahlsystemen liefern nur grundlegende oder begrenzte Funktionen für mobile
Systeme. Sie können dann zwar behaupten, dass sie Zahlungen über Mobilgeräte unterstützen,
aber nicht, dass ihre Lösungen werthaltig genug sind, um Händler oder Kunden
wirklich einen Mehrwert zu bieten. Damit eine Bezahltechnologie vom Markt
angenommen wird, müssen die Serviceanbieter beide Seiten verstehen: Sie müssen
begreifen was der Händler braucht, um das Bezahlen über Mobilgeräte zu
unterstützen und was der Kunde möchte, wenn er mobile Transaktionen abwickelt.
Details sind hier wichtig. Der Schlüssel zum Erfolg sind Funktionen, mit denen
Händler etwas anfangen können und die aus Kundensicht trotzdem den Kaufvorgang
nicht komplizieren.

2. Ignorieren Sie nicht die Rolle der mobilen
Bezahltechnologie

Zu verstehen, wie mobile Bezahlsysteme in die
Vermarktungswege von Händlern integriert sind, ist kritisch, um die Erwartungen
der Handelsfirmen an die Funktionen solcher Systeme zu berücksichtigen. Die
Anforderungen sind andere, je nachdem, ob mobiles Bezahlen der einzige
Zahlungsweg, eine weitere Bezahlmethode neben anderen oder Teil einer breiteren
E-Commerce-Lösung ist. Berücksichtigen Sie auch, wie eine mobile Bezahllösung
bestehende Lösungen oder einen Bezahlprozess erweitern kann!

3. Seien Sie nicht nur so gut wie die
Wettbewerber, seien Sie besser!

Es reicht nicht, einfach nur eine Lösung zu haben, die gut
genug ist. Händler brauchen einen möglichst eindeutigen Grund, warum sie die
Lösung eines Anbieters den Lösungen anderer Anbieter vorziehen. Beispielsweise
gibt es Anbieter, die eine spezielle Produktversion für SMBs (Small and Medium
Sized Businesses) im Programm haben, die schneller bereitgestellt werden kann
als Wettbewerbslösungen. Andere Anbieter differenzieren ihre Lösungen durch
Partnerschaften mit Banken, so dass der Händler die Transaktion aus Sicht
seiner Kunden einfacher abwickeln kann. M-Payment-Anbieter sollten ihre
Erfahrungen im E-Commerce nutzen, um Alleinstellungsmerkmale in der mobilen
Welt zu entwickeln.

4. Vergessen Sie nicht die Anforderungen Ihrer
Bank-Partner an Ihr Unternehmen

Händler schätzen M-Payment-Angebote, in die bereits
Partnerverbindungen integriert sind. Transparente Partnerbeziehungen aufzubauen,
ist daher überragend wichtig dafür, Händlern zu vermitteln, dass sie sich auf
eine Lösung verlassen können. Nur durch diese Transparenz können Händler ihren Kunden
glaubhaft versichern, dass es keinen Grund für Vorbehalte gibt und dass ihre
Informationen bei einem bestimmten Anbieter von M-Payment-Diensten sicher sind.
Bankpartner stellen aber gegebenenfalls spezifische Anforderungen an die
Anbieter mobiler Bezahldienste. Es liegt
im Interesse des Serviceanbieters, diese Anforderungen frühzeitig in Erfahrung
zu bringen und von vorn herein alle Herausforderungen auf diesem Gebiet
rechtzeitig zu bewältigen. Gespräche mit potentiellen Partnern sollten deshalb technische
Fragen, Fragen rund um das Risikomanagement und andere Themen rund um die
geplante Zusammenarbeit einbeziehen.

5. Keine Silos aufbauen

Anbieter mobiler Bezahlsysteme sollten sich immer daran
erinnern, warum sie überhaupt eine M-Payment-Lösung aufbauen. Es ist schön und
gut, hochinnovative Technologie mit vielen wunderbaren Funktionen zu
entwickeln. Wenn diese Funktionen aber niemand braucht, war ihre Entwicklung
Zeit- und Energieverschwendung. Innovationen sollten reale Probleme lösen – das
sollten die Anbieter mobiler Bezahldienste immer im Auge behalten. Außerdem
sollten sie auch daran denken, welche Fähigkeiten ihr Unternehmen braucht, um
mobile Lösungen zu bauen und zu betreiben. Die ungeheure Vielfalt mobiler
Endgeräte auf dem Markt ist eine komplexe Entwicklungsumgebung, so dass
möglicherweise Know-how von Drittunternehmen oder spezifische Schulungen für
die Belegschaft nötig sind. Möglicherweise muss man auch entscheiden, welche
Gerätetypen überhaupt unterstützt werden sollen.

Insgesamt kann die Zahlungsabwicklung über mobile Systeme
–theoretisch – eine großartige Ergänzung der Zahlungsoptionen für den Händler
sein, die weniger Kosten, aber mehr Bequemlichkeit und Flexibilität für Händler
und ihre Kunden bedeutet. Praktisch müssen die Anbieter von
Bezahldienstleistungen sicherstellen, ihre Lösungen so zu konzipieren, dass diese
auch tatsächlich die Bedürfnisse von Händlern und Kunden erfüllen. Wenn sie
dabei die fünf oben genannten Regeln beachten, schließen sie aus, dass sie eine
zu undifferenzierte Lösung entwickeln, sondern vielmehr eine, die letztlich für
ihre Nutzer gewinnbringend ist.

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